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<title>Anrede</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Anrede</span></h1>
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<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Anrede</b> bezeichnet man die <a href="Syntagma" title="Syntagma">sprachliche Formel</a>, mit der eine Person ein <a href="Gespr%C3%A4ch" title="Gespräch">Gespräch</a>, eine <a href="Rede" title="Rede">Rede</a> oder ein <a href="Schriftst%C3%BCck" title="Schriftstück">Schriftstück</a> beginnt. Die angeredete Person oder Personengruppe heißt <a href="Adressat_(Linguistik)" title="Adressat (Linguistik)">Adressat</a>. Eine förmliche Anrede kann zwar auch entfallen, so in Not- oder Aggressionssituationen, die normale Anrede enthält aber zumindest eines oder mehrere der folgenden Elemente:
</p>
<ol><li>eine der Anrede vorangestellte <a href="Gru%C3%9F" title="Gruß">Begrüßungsformel</a>, z.&nbsp;B. <i>Hallo</i>, <i>Guten Tag,</i></li>
<li>einen Ausdruck der <a href="Respekt" title="Respekt">Hochachtung oder Wertschätzung</a>, z.&nbsp;B. <i>gnädige</i>, <i>sehr geehrte</i>, <i>lieber</i>,</li>
<li>gegebenenfalls einen <a href="Namenszusatz" title="Namenszusatz">Namenszusatz</a>, z.&nbsp;B. <i>Herr</i>, <i>Frau</i>, <i>Doktor</i>, einen <a href="Berufstitel" title="Berufstitel">Berufs-</a> oder <a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstitel</a>,</li>
<li>bei Einzeladressaten den situationsgerechten Namen, z.&nbsp;B. <a href="Vorname" title="Vorname">Vorname</a>, <a href="Nachname" class="mw-redirect" title="Nachname">Nachname</a> oder auch <a href="Kosename" title="Kosename">Kosename</a>,</li>
<li>unter Umständen Sonderbezeichnungen, z.&nbsp;B. <i>Kameraden</i>, <i>Genossen</i>, <i>Brüder und Schwestern</i>,</li>
<li>die situationsgerechte <a href="Pronominale_Anredeform" title="Pronominale Anredeform">pronominale Anredeform</a> mit <i>Du</i>, <i>Ihr</i>, <i>Sie</i> usw.</li></ol>
<p>Dieser Artikel fasst einige allgemeine und spezielle Fälle sowie regionale und institutionelle Sonderfälle zusammen.
</p><p>Die Anredeform ist verschieden nach geographischem Gebiet, nach Alter und gesellschaftlicher Stellung der angeredeten Person, nach gesellschaftlicher Beziehung des Anredenden zum Angeredeten, nach der augenblicklichen Situation, beispielsweise in intimem Dialog oder in förmlicher Öffentlichkeit, und nach der Form der Kommunikation, ob mündlich oder schriftlich. Sie unterliegt zudem zeitlichen Veränderungen. Der Gebrauch von Namenszusätzen unterliegt gesellschaftlichen Regeln, die sich bei der mündlichen und schriftlichen Anrede teilweise unterscheiden. Die korrekte Anrede gesellschaftlich hochstehender Personen ist häufig protokollarisch geregelt.
</p><p>Während in <a href="Hierarchie" title="Hierarchie">hierarchischen</a> Organisationen (beispielsweise dem <a href="Milit%C3%A4r" title="Militär">Militär</a>) Anreden fest vorgeschrieben sind, sind Anreden in einer lockeren Gesellschaft meist eine <a href="H%C3%B6flichkeit" title="Höflichkeit">Höflichkeitsbekundung</a>, die auch den hinter dem Erwerb eines <a href="Akademischer_Grad" title="Akademischer Grad">akademischen Grades</a> oder eines <a href="%C3%96ffentliches_Amt" title="Öffentliches Amt">Amtes</a> stehenden Leistungen <a href="Respekt" title="Respekt">Respekt</a> zollt. In der <a href="Korrespondenz" title="Korrespondenz">Korrespondenz</a> sind die Anreden enger an die Gepflogenheiten gebunden als bei der mündlichen Kommunikation. Eine festere Form und weithin obligatorischen Charakter besitzen Anrede und <a href="Begr%C3%BC%C3%9Fung" class="mw-redirect" title="Begrüßung">Begrüßung</a> als <a href="Eingangsformel" title="Eingangsformel">Eingangsformel</a> und <a href="Exordium_(Rhetorik)" title="Exordium (Rhetorik)">Einleitung</a> bei <a href="Rede" title="Rede">Reden</a>.
</p><p>Schon die <a href="Begr%C3%BC%C3%9Fungsformel" class="mw-redirect" title="Begrüßungsformel">Begrüßungsformel</a> differenziert zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikationsform sowie zwischen mehr oder weniger formellem Anlass. Dem informellen „Hallo“ steht die offizielle <a href="H%C3%B6flichkeitsform" title="Höflichkeitsform">Höflichkeitsform</a> „Sehr geehrte Damen und Herren“ (vgl. den früheren englischen Briefbeginn <i>Dear Sir or Madam</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) gegenüber. Gewöhnliche Anschreiben innerhalb von Behörden enthalten keinerlei Anreden oder auch <a href="Schlussformel" class="mw-redirect" title="Schlussformel">Schlussformeln</a>.
</p><p>Die Anrede in <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">feudalistischen</a> oder <a href="Diktatur" title="Diktatur">diktatorischen</a> Staaten wurde zur sprachlichen Vermittlung von Rängen und Funktionen, aber auch zur Festigung von Macht benutzt (wie <a href="F%C3%BCrst" title="Fürst">Fürst</a>, <a href="Graf" title="Graf">Graf</a>, <a href="F%C3%BChrer" title="Führer">Führer</a>, <a href="Generalsekret%C3%A4r" title="Generalsekretär">Generalsekretär</a>, <a href="Herr" title="Herr">Herr</a>). Im Gegensatz dazu bildet eine einheitliche Anrede für jedes Mitglied den Versuch, die Gleichberechtigung aller Menschen darzustellen (<a href="B%C3%BCrger" title="Bürger">Bürger</a>, <a href="Genosse" title="Genosse">Genosse</a>, Herr/Frau). Beispielsweise stellte die Anrede <i>Genosse</i> in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> für <a href="Soldat" title="Soldat">Soldaten</a> der <a href="Nationale_Volksarmee" title="Nationale Volksarmee">Nationalen Volksarmee</a> das Unterordnen und Einbeziehen in das bestehende Staatssystem dar, insbesondere waren hier die Gewohnheiten der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> übernommen worden, alle Menschen mit <i>Towarischtsch</i> zu bezeichnen.
</p><p>Durch die Auswahl der Anrede können jedoch stets subtile Botschaften übermittelt werden. Die Benutzung von <a href="Akademischer_Grad" title="Akademischer Grad">akademischen Graden</a> und <a href="Amtsbezeichnung" title="Amtsbezeichnung">Amtstiteln</a> in der Anrede ist eine immer korrekte und vielfach übliche schriftliche wie mündliche Anredeform, auch wenn das Recht auf das Führen eines akademischen Grades (wie z.&nbsp;B. <i><a href="Doktor" title="Doktor">Doktor</a></i>) oder einer Amtsbezeichnung (wie z.&nbsp;B. <i>Professor</i>) nicht den Anspruch auf Anrede mit selbigem beinhaltet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstitel</a> sind in Österreich seit dem Ende des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieges</a> abgeschafft, in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> sind sie seit der Gesetzgebung von 1928 zum Teil des Nachnamens geworden. Mit diesen Änderungen im Ergebnis der Fürstengesetze der Weimarer Republik wurden auch andere externe Namenszusätze Bestandteil des bürgerlichen Namens, wie „gen.“ (als Namensteil: genannt).
</p><p>→ <i>Zur Anrede mit du/Sie/ihr („Duzen“, „Siezen“) siehe</i> <a href="Pronominale_Anredeform" title="Pronominale Anredeform">Pronominale Anredeform</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anreden_in_Deutschland,_Österreich_und_der_Schweiz"><span id="Anreden_in_Deutschland.2C_.C3.96sterreich_und_der_Schweiz"></span>Anreden in Deutschland, Österreich und der Schweiz</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Politik">Politik</h3></div>
<p>Bei der Anrede von Inhabern öffentlicher Ämter und Funktionen wird in der Regel je nach Geschlecht ein „Herr“ oder „Frau“ vor den Titel oder die Amtsbezeichnung gesetzt, jedoch ohne Nennung des Nachnamens: Lautet die offizielle Form „Herr Bundeskanzler Friedrich Merz“, so wird bei der Anrede „Herr Bundeskanzler“ genutzt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Name des Amtsträgers wird üblicherweise nur im Schriftverkehr, in der <a href="Postanschrift" title="Postanschrift">Postanschrift</a>, genannt.
</p><p>Seit 1975 gibt das <i>Protokoll Inland der Bundesregierung</i> im deutschen <a href="Bundesministerium_des_Innern" title="Bundesministerium des Innern">Bundesministerium des Innern</a> einen Ratgeber für Anschriften und Anreden heraus, der Hinweise und Hilfestellungen zu protokollarischen Anreden (und Anschriften) in Deutschland gibt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Inhaber hoher öffentlicher Ämter <i>ausländischer</i> Staaten, vor allem Staatsoberhäupter&nbsp;– sofern diese nicht Monarchen sind&nbsp;–, Regierungschefs und sonstige Regierungsmitglieder erhalten zumindest im schriftlichen Gebrauch häufig den <a href="Exzellenz_(Titel)" title="Exzellenz (Titel)">Exzellenzentitel</a>. (Für Monarchen gilt oft das Anrecht auf eine spezifische Anrede wie <a href="Hoheit_(Anrede)" title="Hoheit (Anrede)">Königliche Hoheit</a>.) Gleiches gilt für deutsche Amtsträger, soweit sie ein Ausländer anschreibt, ein Franzose richtet einen Brief an „Seine Exzellenz den Herrn Bundespräsidenten“, ein Deutscher oder Schweizer schreibt nur „Herr Bundespräsident“. Dabei gilt es zu bedenken, dass ein Schreiben an ein fremdes Staatsoberhaupt ein Vorrecht anderer Staatsoberhäupter ist. Das Schreiben an ein fremdes Staatsoberhaupt wird besser an den Büroleiter oder Sekretär gerichtet, mit der Bitte um Weiterleitung des Inhalts an das Staatsoberhaupt durch Vortrag oder dem Ansinnen, ein zweites Schreiben dem Staatsoberhaupt vorzulegen. Mitunter werden bei internationalen Konferenzen im politischen Bereich auch alle lokalen Amtsträger als „Exzellenz“ bezeichnet.
</p><p>Übliche Anreden offizieller Amtsträger in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind:
</p>
<ul><li>Herr <a href="Bundespr%C3%A4sident" class="mw-disambig" title="Bundespräsident">Bundespräsident</a>, Frau Bundespräsidentin</li>
<li>Herr <a href="Bundeskanzler" class="mw-disambig" title="Bundeskanzler">Bundeskanzler</a>, Frau Bundeskanzlerin<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937660">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="(Anm.)">(Anm.)</sup>&nbsp;<div class="reference-text">In Österreich auch <i>Frau Bundeskanzler</i></div></div></div></li>
<li>Herr <a href="Bundesrat" class="mw-disambig" title="Bundesrat">Bundesrat</a>, Frau Bundesrätin</li>
<li>Herr <a href="Ministerpr%C3%A4sident" title="Ministerpräsident">Ministerpräsident</a>, Frau Ministerpräsidentin</li>
<li>Herr <a href="Minister" title="Minister">Minister</a>, Frau Ministerin<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="(Anm.)">(Anm.)</sup>&nbsp;<div class="reference-text">In Österreich auch <i>Frau Minister</i></div></div></div></li>
<li>Herr <a href="Senat" title="Senat">Senator</a>, Frau Senatorin</li>
<li>Herr <a href="Staatssekret%C3%A4r" title="Staatssekretär">Staatssekretär</a>, Frau Staatssekretärin (gilt bei der mündlichen Anrede auch für <i>parlamentarische</i> Staatssekretäre und Staatssekretärinnen)</li>
<li>Herr <a href="Abgeordneter" title="Abgeordneter">Abgeordneter</a>, Frau Abgeordnete</li>
<li>Herr <a href="Stadtrat" title="Stadtrat">Stadtrat</a>/<a href="Gemeinderat" title="Gemeinderat">Gemeinderat</a>, Frau Stadträtin/Gemeinderätin</li>
<li>Herr <a href="B%C3%BCrgermeister" title="Bürgermeister">Bürgermeister</a>, Frau Bürgermeisterin<div class="fussnoten-block"><div class="fussnoten-inhalt references"><sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="(Anm.)">(Anm.)</sup>&nbsp;<div class="reference-text">In Österreich auch <i>Frau Bürgermeister</i></div></div></div></li>
<li>Herr <a href="Oberb%C3%BCrgermeister" title="Oberbürgermeister">Oberbürgermeister</a>, Frau Oberbürgermeisterin</li>
<li>Herr <a href="Landrat_(Deutschland)" title="Landrat (Deutschland)">Landrat</a>, Frau Landrätin</li>
<li>Herr <a href="Landeshauptmann" title="Landeshauptmann">Landeshauptmann</a>, Frau Landeshauptfrau</li>
<li>Herr <a href="Bezirkshauptmann" title="Bezirkshauptmann">Bezirkshauptmann</a>, Frau Bezirkshauptfrau</li>
<li>Herr <a href="Kantonsregierung#Bezeichnungen" title="Kantonsregierung">Regierungspräsident</a>, Frau Regierungspräsidentin</li>
<li>Herr <a href="Kantonsregierung#Bezeichnungen" title="Kantonsregierung">Regierungsrat</a>, Frau Regierungsrätin</li>
<li>Herr <a href="Landammann" title="Landammann">Landammann</a>, Frau Landammann</li>
<li>Herr <a href="Stadtpr%C3%A4sident#Schweiz" title="Stadtpräsident">Stadtpräsident</a>, Frau Stadtpräsidentin</li></ul>
<p>Scheidet ein Amtsträger aus dem Amt aus, dann erfolgt die Anrede, gemäß offiziellem Gebrauch, mit dem vormaligen Titel; beispielsweise ist der ehemalige Bundespräsident in Deutschland (nicht aber in der Schweiz) immer noch „Herr Bundespräsident“, ebenso der ehemalige Bundeskanzler immer noch „Herr Bundeskanzler“, sofern man den ehemaligen Amtsträger nicht nur mit dem Namen anspricht. Nur umgangssprachlich ist in Deutschland die Benennung und auch Anrede als „Altbundespräsident“ üblich. Pensionierte Beamte dürfen ihre letzte <a href="Amtsbezeichnung" title="Amtsbezeichnung">Amtsbezeichnung</a> mit dem Kürzel „a.&nbsp;D.“ (außer Dienst) im Ruhestand weiter führen, es sei denn, ihnen wurde die Führung nach einem Disziplinarverfahren untersagt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wissenschaft">Wissenschaft</h3></div>

<p>Zu unterscheiden ist zunächst zwischen akademischen <i>Graden</i> (die man in einem Studium selbst erwirbt) und <i>Titeln</i> (die man verliehen bekommt). Geläufige Beispiele für Grade sind <a href="Bachelor" title="Bachelor">Bachelor</a>, <a href="Master" title="Master">Master</a>, <a href="Magister" title="Magister">Magister</a>, <a href="Diplom" title="Diplom">Diplom</a> und <a href="Doktor" title="Doktor">Doktor</a>. Die <a href="Habilitation" title="Habilitation">Habilitation</a> führt zur Führung des Namenszusatzes „habil.“ bzw. zum Titel <a href="Privatdozent" title="Privatdozent">Privatdozent</a>; <a href="Professor" title="Professor">Professor</a> bildet einen Übergangsbereich zwischen akademischem Grad (der auch ohne Habilitation als der eines Hochschullehrenden verliehen werden kann) und einem Berufstitel bzw. einer <a href="Amtsbezeichnung" title="Amtsbezeichnung">Amtsbezeichnung</a>. Die häufig als <i>Titel</i> zusammengefassten Grade und Amtsbezeichnungen sind nicht Bestandteil des Namens<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>; ein rechtlicher Anspruch auf entsprechende Anrede besteht nicht.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei den Graden unterhalb des Doktors, also dem Bachelor, Master, Magister und Diplom, ist in Deutschland die Nennung in der Anschrift selten geworden („Herrn Dipl.-Inform. Peter Muster“), in der Anrede gänzlich unüblich. Lediglich im Hochschulbereich oder im öffentlichen Dienst ist dies noch anzutreffen.
</p><p>Beim <i>Doktorgrad</i> verhält sich dies anders; dieser Grad wird üblicherweise in Anschrift wie auch Anrede genannt, dann allerdings stets abgekürzt (Dr., nicht: Doktor). Die zum Doktorgrad gehörende <a href="Doktor#Unterscheidung_nach_Fächern" title="Doktor">Spezifikation der Fachrichtung</a> findet in der Anschrift bei Medizinern (Dr. med.) meistens, in anderen Fachrichtungen seltener Erwähnung, in der Anrede grundsätzlich nicht (Sehr geehrter Herr Dr. Peters, nicht: Sehr geehrter Herr Dr. med. Peters). In der Anschrift werden sowohl mehrfache Doktorgrade wie auch der Hinweis auf eine eventuelle Habilitation gewürdigt (Frau Dr. Dr. Silke Hofmann, Herr Dr. med. habil. Klaus Hermanns, Herr Dr.-Ing. Dr. rer. nat. <a href="Honoris_causa" title="Honoris causa">Dr. h. c.</a> mult. Paul Steffens), in der Anrede nennt man grundsätzlich nur den Doktor, und auch nur einmal (Sehr geehrter Herr Dr. Steffens).<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei den Titeln sind in Deutschland für die Anrede der <i>Privatdozent</i> (habilitierter Wissenschaftler ohne Professur, aber mit Lehrbefugnis) und der <i>Professor</i> (mit oder ohne Habilitation) von Interesse. Der Privatdozent (kurz „Priv.-Doz.“ oder auch „PD“) wird nur in der Anschrift sowie in offiziellen Bezeichnungen aller Art genannt („Chefarztpraxis PD Dr. med. Stüben“). In der Anrede entfällt dieser Titel, nicht aber der Doktorgrad („Sehr geehrter Herr Dr. Stüben“). Beim Professor verhält sich dies anders; er findet sowohl in der Anschrift Erwähnung („Frau Prof. Dr. Silke Schneider“) als auch in der Anrede („Sehr geehrte Frau Professorin Schneider“), wobei er in der Anschrift abgekürzt wird und in der Anrede nicht. In der Anrede entfällt bei Professoren der Doktorgrad. Traditionellerweise blieb die Funktionsbezeichnung auch bei der Anrede von Frauen gleich („Frau Professor“). Mittlerweile wird immer häufiger und auch von manchem Knigge als zeitgemäße Form „Frau Professorin“ empfohlen und verwendet.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der korrekten Anschrift wird ferner für besondere Berufsgruppen, z.&nbsp;B. Architekten, Chef- oder Oberärzte, die Berufsbezeichnung ebenfalls genannt, allerdings gemäß <a href="DIN_5008" title="DIN 5008">DIN 5008</a> in der Zeile, die dem Titel bzw. Grad und Namen vorausgeht:
</p>
<dl><dd>Herrn Chefarzt Professor</dd>
<dd>Dr. med. habil. Stefan Erdmann</dd>
<dd>Chirurgische Abteilung IV</dd>
<dd>Kreiskrankenhaus Musterdorf</dd>
<dd>Mustergasse 4&nbsp;a</dd>
<dd>12345 Musterdorf</dd></dl>
<p>Weitaus üblicher im praktischen Gebrauch ist:
</p>
<dl><dd>Herrn Chefarzt</dd>
<dd>Prof. Dr. med. habil. Stefan Erdmann</dd>
<dd>…</dd></dl>
<p>Insbesondere unter Promovierten oder Professoren ist es üblich, in der Anrede nicht den entsprechenden Doktorgrad oder die Amtsbezeichnung zu verwenden. Jedoch kann man die Verwendung auch hier bei der Erwähnung in der dritten Person beobachten. Innerhalb des gleichen Fachgebietes ist auch „Herr Kollege“ bzw. „Frau Kollegin“ als Anrede üblich.
</p><p>Bei offiziellen Anlässen wird traditionell an Universitäten die förmliche Anrede „(Eure) Spektabilität“ (lat. <i>spectabilitas</i> „Ehrwürdigkeit“) oder „Spectabilis“ für einen Dekan und „(Eure) Magnifizenz“ (lat. <i>magnificentia</i> „Erhabenheit, Großartigkeit“) für einen Rektor verwendet. Prorektoren werden teilweise als „Honorabilis“ angesprochen. Die Bezeichnungen werden sowohl in der schriftlichen als auch der mündlichen Anrede verwendet. Lehrstuhlinhaber verwenden hingegen üblicherweise gegenüber Dekanen und Rektoren nicht die Anrede „Eure Spektabilität“/„Eure Magnifizenz“, sondern „Spectabilis“ bzw. „Magnificus“. Die Anreden werden allerdings nur noch an wenigen Universitäten verwendet und auch hier meist nur bei besonderen Anlässen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die folgende Tabelle zeigt eine Gegenüberstellung ausgewählter Grade in der Anschrift, mit jeweils der dazugehörigen korrekten Anrede.
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Anschrift
</th>
<th>Anrede
</th>
<th>Bemerkung
</th></tr>
<tr>
<td>Herrn Dr. jur. Peter Müller
</td>
<td>Sehr geehrter Herr Dr. Müller
</td>
<td>Vorname und Fachrichtung in der Anrede weglassen
</td></tr>
<tr>
<td>Frau Dr. rer. nat. habil. Stefanie Meier
</td>
<td>Sehr geehrte Frau Dr. Meier
</td>
<td>Habilitationszusatz in der Anrede weglassen
</td></tr>
<tr>
<td>Herrn Privatdozenten Dr. med. Hans Jürgen Schmidt
</td>
<td>Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt
</td>
<td>Der PD entfällt in der Anrede.
</td></tr>
<tr>
<td>Herrn Prof. Dr. med. Dr. med. vet. habil. Klaus Althoff
</td>
<td>Sehr geehrter Herr Professor Althoff<br>auch (traditioneller und manchmal als weniger höflich empfunden): Sehr geehrter Professor Althoff
</td>
<td>Doktorgrade entfallen in der Anrede eines Professors;<br>die Dienstbezeichnung „Professor“ kann die Anrede „Herr“ konsumieren<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>Frau Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Ingeborg Krämer
</td>
<td>Sehr geehrte Frau Professorin Krämer
</td>
<td>In der Anrede wird auch noch verwendet: Frau Professor Krämer
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaft">Wirtschaft</h3></div>
<ul><li>Herr Präsident, Frau Präsidentin</li>
<li>Herr Direktor, Frau Direktorin</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Diplomatisches_Corps">Diplomatisches Corps</h3></div>
<p>Für das <a href="Diplomatisches_Corps" title="Diplomatisches Corps">diplomatische Corps</a> gelten durchgehend besondere Regelungen gemäß dem Internationalen <a href="Diplomatisches_Protokoll" title="Diplomatisches Protokoll">Protokoll</a>.
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Titel, <a href="Rangbezeichnung" class="mw-redirect" title="Rangbezeichnung">Rangbezeichnung</a>
</th>
<th>persönliche Anrede
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Botschafter" title="Botschafter">Botschafter</a> eines anderen Staates
</td>
<td><a href="Exzellenz_(Titel)" title="Exzellenz (Titel)">Exzellenz</a> (Mehrzahl: Exzellenzen)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Botschafter" title="Botschafter">Botschafter</a> des eigenen Staates (hier Deutschland)
</td>
<td>Herr Botschafter / Frau Botschafterin (Mehrzahl: Botschafter)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Apostolischer_Nuntius" title="Apostolischer Nuntius">Apostolischer Nuntius</a>
</td>
<td>Hochwürdigste Exzellenz oder Eure Hochwürdigste Exzellenz (da ein Apostolischer Nuntius immer auch ein Erzbischof ist)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Gesandter" title="Gesandter">Gesandter</a>
</td>
<td>Herr Gesandter / Frau Gesandte
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Botschaftsrat" title="Botschaftsrat">Botschaftsrat</a>, <a href="Gesandtschaftsrat" class="mw-redirect" title="Gesandtschaftsrat">Gesandtschaftsrat</a>
</td>
<td>Herr/Frau Botschaftsrat (Gesandtschaftsrat)
</td></tr>
<tr>
<td>Botschaftssekretär, Gesandtschaftssekretär
</td>
<td>Herr/Frau Botschaftssekretär/-in, Gesandtschaftssekretär/-in
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Generalkonsul" class="mw-redirect" title="Generalkonsul">Generalkonsul</a>, <a href="Konsul" title="Konsul">Konsul</a>
</td>
<td>Herr/Frau Generalkonsul/-in, Herr/Frau Konsul/-in (auch: Frau Generalkonsul, Frau Konsul)
</td></tr></tbody></table>
<p>Nur der Botschafter eines ausländischen Staates hat Anrecht auf die Anrede „Exzellenz“. Trifft man im Ausland den Botschafter seines eigenen Landes, so lautet die Anrede „Herr Botschafter“ respektive „Frau Botschafterin“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Militär"><span id="Milit.C3.A4r"></span>Militär</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bundeswehr">Bundeswehr</h4></div>
<p>Innerhalb der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> besteht seit 1970 die Anrede für Soldaten meist aus „Herr“ beziehungsweise „Frau“, dem <a href="Dienstgrad" title="Dienstgrad">Dienstgrad</a>, gegebenenfalls dem Familiennamen und „Sie“.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beamte der Bundeswehr sind von Soldaten mit „Herr“ bzw. „Frau“ und der Amtsbezeichnung anzusprechen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für Angestellte der Bundeswehr richtet sich die Anrede „nach den gesellschaftlichen Gepflogenheiten“. Durch zivile Personen erfolgt die Anrede von Soldaten und Beamten grundsätzlich mit deren bürgerlichen Namen.
</p><p>Militärische Dienstgrade nehmen niemals die feminine Form an. Eine Unterscheidung der Dienstgrade zwischen Frau und Mann in Form eines angehängten „(w)“ ist nicht mehr vorgesehen. Dies ist allenfalls noch bei Beschriftungen von Unterkünften gebräuchlich.
</p><p><b>Beispiele</b>
</p>
<ul><li>Frau <a href="Leutnant" title="Leutnant">Leutnant</a></li>
<li>Herr <a href="Oberfeldwebel" title="Oberfeldwebel">Oberfeldwebel</a></li>
<li>Frau <a href="Hauptmann_(Offizier)" title="Hauptmann (Offizier)">Hauptmann</a></li></ul>
<p><b>Ausnahmen</b>
</p>
<ul><li>Kapitänleutnante werden traditionell mit „Herr/Frau KaLeu“ angeredet.</li>
<li>Stabsoffiziere im Truppendienst der Marine (Korvettenkapitän, Fregattenkapitän, Kapitän z.S.) werden mit Herr/Frau Kapitän angeredet; das „i“ in Kapitän wird dabei nicht gesprochen („Kap’tän“).</li>
<li>Alle Generale (Brigadegeneral, Generalmajor, Generalleutnant, General) werden mit Herr/Frau General angesprochen.</li>
<li>Sanitätsoffiziere im Generalsrang (Generalarzt, Generalstabsarzt, Generaloberstabsarzt) werden mit Herr/Frau Generalarzt angesprochen.</li>
<li>Gleiches gilt für Admirale (Flottillenadmiral, Konteradmiral, Vizeadmiral, Admiral): Anrede Herr/Frau Admiral.</li>
<li>Bei Marinedienstgraden, die den Zusatz „zur See“ („z.&nbsp;S.“, beispielsweise „Leutnant z.&nbsp;S.“) enthalten, wird dieser in der direkten Anrede weggelassen.</li>
<li>Dienstgradzusätze werden in der mündlichen, nicht aber in der schriftlichen Anrede weggelassen. Beispiele hierfür sind <a href="Offizieranw%C3%A4rter_(Bundeswehr)" title="Offizieranwärter (Bundeswehr)">Offizieranwärter</a> („OA“), <a href="Unteroffizieranw%C3%A4rter" title="Unteroffizieranwärter">Unteroffizieranwärter</a> („UA“), <a href="Feldwebelanw%C3%A4rter" title="Feldwebelanwärter">Feldwebelanwärter</a> („FA“). Gleiches gilt für Offiziere „<a href="Generalstabsoffizier" title="Generalstabsoffizier">im Generalstab</a>“ („i.&nbsp;G.“) und für die Statusbezeichnungen der <a href="Reservist" class="mw-redirect" title="Reservist">Reservisten</a> („d.&nbsp;R.“) und nicht mehr aktiven <a href="Berufssoldat" title="Berufssoldat">Berufssoldaten</a> („a.&nbsp;D.“).</li>
<li>Innerhalb einer Kampfgemeinschaft kann die Anrede mit der Funktion erfolgen („Zugführer“, „<a href="Schirrmeister" title="Schirrmeister">Schirrmeister</a>“, „<a href="Richtsch%C3%BCtze" title="Richtschütze">Richtschütze</a>“, „Schiffsarzt“, „<abbr title="Schiffsversorgungsoffizier">SVO</abbr>“, „<abbr title="Fahrzeugführer">FaFü</abbr>“, „<abbr title="Sanitätsmeister">SanMeister</abbr>“).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nationale_Volksarmee_der_DDR">Nationale Volksarmee der DDR</h4></div>
<p>Bei der <a href="Nationale_Volksarmee" title="Nationale Volksarmee">Nationalen Volksarmee</a> der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> bestand die Anrede für Vorgesetzte und Dienstgradhöhere aus „Genosse“ oder „Genossin“ und dem <a href="Dienstgrad" title="Dienstgrad">Dienstgrad</a> beziehungsweise bei Zivilangestellten aus „Genosse“ oder „Genossin“ und dem Namen. Während der <a href="Wende_und_friedliche_Revolution_in_der_DDR" title="Wende und friedliche Revolution in der DDR">friedlichen Revolution in der DDR</a> wurde die Anrede in die Form <i>Herr/Frau</i> und den Dienstgrad geändert.
</p><p>Unterstellte und Dienstgradniedere waren mit Dienstgrad und Name anzusprechen oder wie oben angeführt mit „Genosse“/„Genossin“ und Dienstgrad. In der Wendezeit 1989/90 wurde die Anrede in Herr oder Frau und zugesetzten Dienstgrad geändert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<p>In der <a href="Schweizer_Armee" title="Schweizer Armee">Schweizer Armee</a> wurde die – erst um 1900 nach preußischem Vorbild eingeführte – Anrede „Herr“ vor dem Grad im Rahmen der sogenannten <a href="Heinrich_Oswald_(Manager)" title="Heinrich Oswald (Manager)">Oswald-Reform</a> 1970/1974 offiziell abgeschafft.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Offiziere im Generalstab <i>(i Gst)</i> – ab dem Rang Major – werden ohne den Zusatz angesprochen; schriftlich erfolgt die Anrede mit Rang und Zusatz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Religion">Religion</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_religi%C3%B6ser_Amts-_und_Funktionsbezeichnungen" title="Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen">Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Evangelische_und_römisch-katholische_Kirche"><span id="Evangelische_und_r.C3.B6misch-katholische_Kirche"></span>Evangelische und römisch-katholische Kirche</h3></div>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Titel, Rangbezeichnung
</th>
<th>Persönliche Anrede nach <a href="Diplomatisches_Protokoll" title="Diplomatisches Protokoll">Protokoll</a>
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Papst" title="Papst">Papst</a>
</td>
<td><i>Eure Heiligkeit</i> (allgemein), <i>Heiliger Vater</i> (insbesondere von Katholiken verwendet)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Patriarch" title="Patriarch">Patriarch</a> der <a href="Armenisch-Katholische_Kirche" class="mw-redirect" title="Armenisch-Katholische Kirche">katholischen Armenier</a>, der <a href="Maroniten" class="mw-redirect" title="Maroniten">Maroniten</a>, der <a href="Melkiten" title="Melkiten">Melkiten</a>, der <a href="Syrisch-katholische_Kirche" title="Syrisch-katholische Kirche">syrischen Kirche</a> und von <a href="Lateinisches_Patriarchat_von_Jerusalem" title="Lateinisches Patriarchat von Jerusalem">Jerusalem</a>; <a href="Gro%C3%9Ferzbischof" title="Großerzbischof">Großerzbischof</a> der <a href="Katholische_Ostkirchen" title="Katholische Ostkirchen">unierten Ostkirchen</a><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td>
<td><i>Eure/Euer Seligkeit</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Kardinal" title="Kardinal">Kardinal</a>
</td>
<td><i>Eure/Euer (Hochwürdigste) <a href="Eminenz" title="Eminenz">Eminenz</a></i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Bischof" title="Bischof">Bischof</a>, <a href="Erzbischof" title="Erzbischof">Erzbischof</a>, <a href="Titularbischof" title="Titularbischof">Titularbischof</a>, <a href="Weihbischof" title="Weihbischof">Weihbischof</a>
</td>
<td><i>Eure/Euer (Hochwürdigste) <a href="Exzellenz_(Titel)" title="Exzellenz (Titel)">Exzellenz</a>, (Hochwürdigster) Herr (Erz-)Bischof,</i> im vollen Titel <i>Seine Exzellenz der Hochwürdigste Herr (Erz-)Bischof,</i> früher: <i>Eure/Euer (erz-)bischöfliche Gnaden</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Apostolischer_Protonotar" title="Apostolischer Protonotar">Apostolischer Protonotar</a> und <a href="P%C3%A4pstliche_Ehrentitel" title="Päpstliche Ehrentitel">Ehrenprälat Seiner Heiligkeit</a>
</td>
<td><i>Hochwürdigster Herr Prälat</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="P%C3%A4pstliche_Ehrentitel" title="Päpstliche Ehrentitel">Kaplan Seiner Heiligkeit</a>
</td>
<td><i><a href="Monsignore" title="Monsignore">Monsignore</a>,</i> etwa „Gnädiger Herr“, ist die italienische Anrede für alle Prälaten bis zum Erzbischof
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Abt" title="Abt">Abt</a>
</td>
<td><i>Hochwürdigster Herr/Vater Abt,</i> in Österreich auch: <i>Herr Prälat,</i> früher: <i>Euer Gnaden</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Priester_(Katholizismus)" title="Priester (Katholizismus)">Priester</a> (Welt- und Ordenspriester)
</td>
<td><i>Hochwürden, Hochwürdiger Herr Pfarrer/Pater/Abbé</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Diakon" title="Diakon">Diakon</a>
</td>
<td><i>Hochehrwürden, Hochehrwürdiger Herr,</i> seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wie bei Priester: <i>Hochwürden, Hochwürdiger Herr</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Subdiakon" title="Subdiakon">Subdiakon</a>
</td>
<td><i>Wohlehrwürden, Wohlehrwürdiger Herr</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="%C3%84btissin" class="mw-redirect" title="Äbtissin">Äbtissin</a>
</td>
<td><i>Hochwürdige Frau/Mutter Äbtissin</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Oberin" title="Oberin">Oberin</a> (Vorsteherin einer klösterlichen Gemeinschaft)
</td>
<td><i>Mutter Oberin,</i> veraltet: <i>Ehrwürdige Mutter,</i> bei höheren Oberinnen: <i>Ehrwürdigste/Hochehrwürdige Mutter</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Ordensoberer" title="Ordensoberer">Ordensoberer</a>
</td>
<td><i>Hochwürdiger Pater/Bruder</i> + Bezeichnung des Vorsteheramtes, z.&nbsp;B. <a href="Prior" title="Prior">Prior</a>, <a href="Guardian_(Titel)" title="Guardian (Titel)">Guardian</a>, <a href="Provinzial" title="Provinzial">Provinzial</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Ordensschwester" title="Ordensschwester">Ordensschwester</a>, <a href="Nonne" title="Nonne">Nonne</a>
</td>
<td><i>Ehrwürdige Schwester</i>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Laienbruder" title="Laienbruder">Laienbruder</a> und <a href="Novize" class="mw-redirect" title="Novize">Novize</a>
</td>
<td><i>Ehrwürdiger Bruder, Ehrwürdiger Herr, Ehrwürden</i>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Römisch-katholische_Kirche"><span id="R.C3.B6misch-katholische_Kirche"></span>Römisch-katholische Kirche</h4></div>
<p>Mit dem <a href="Zweites_Vatikanisches_Konzil" title="Zweites Vatikanisches Konzil">Zweiten Vatikanischen Konzil</a> sind manche dieser Anreden allerdings im gewöhnlichen Umgang weithin aufgegeben worden.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Alltag wird seitdem immer mehr neben der Anrede mit Amtstitel, wie <i>Herr Bischof</i>, auch die bürgerliche Anrede <i>Herr Müller</i> verwendet. Dies gilt ebenso für gewöhnliche, schriftliche Mitteilungen per E-Mail, Post o. a. m.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Evangelische_Kirche">Evangelische Kirche</h4></div>
<p>Früher galten in der <a href="Evangelische_Kirche" title="Evangelische Kirche">evangelischen Kirche</a> – soweit die Ämter überhaupt parallel sind – die gleichen oder ähnliche Anreden wie in der katholischen. So kam beispielsweise im schweizerischen Kanton Graubünden noch im 19.&nbsp;Jahrhundert reformierten Pfarrern die Anrede <i>Ehrwürden</i> oder <i>Wohlehrwürden,</i> in der Stadt Basel im 18.&nbsp;Jahrhundert <i>Hochwürden</i> zu.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In jüngerer Zeit wird bei der Anrede von Würdenträgern in der Regel Herr oder Frau vor den Titel oder die Amtsbezeichnung gesetzt, jedoch ohne Nennung des Nachnamens, zum Beispiel <i>Herr Pastor, Frau Pfarrer</i>. Seit etwa 1970 wird die Anrede jedoch zunehmend durch den Namen ersetzt, etwa <i>Herr Schmidt, Frau Müller</i>. Üblicherweise werden Titel und Name im Schriftverkehr nur in der <a href="Postanschrift" title="Postanschrift">Postanschrift</a> genannt.
</p><p>Der Titel <a href="Hochw%C3%BCrden" class="mw-redirect" title="Hochwürden">Hochwürden</a> wird in der Form <i>Reverend</i> im englischen Sprachraum für einen protestantischen <a href="Pfarrer" title="Pfarrer">Pfarrer</a> bzw. <a href="Prediger" title="Prediger">Prediger</a> verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jüdische_Gemeinden"><span id="J.C3.BCdische_Gemeinden"></span>Jüdische Gemeinden</h3></div>
<p>In den <a href="Judentum" title="Judentum">jüdischen Gemeinden</a> ist ebenfalls die einfache Form der Anrede verbreitet. Die Anrede von Würdenträgern wird in der Regel aus der Unterscheidung des Geschlechtes und dem Titel oder der Amtsbezeichnung gebildet, dabei bleibt der persönliche Vor- und Nachname ungenannt. Üblicherweise wird der Name im Schriftverkehr nur in der Postanschrift genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orthodoxe_und_morgenländische_Kirchen"><span id="Orthodoxe_und_morgenl.C3.A4ndische_Kirchen"></span>Orthodoxe und morgenländische Kirchen</h3></div>
<p>Der <a href="%C3%96kumenischer_Patriarch_von_Konstantinopel" title="Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel">Ökumenische Patriarch</a> wird mit „Euer Allheiligkeit“ angesprochen. Die Anrede „Heiligkeit“ wird in den Ostkirchen für folgende kirchliche <a href="W%C3%BCrdentr%C3%A4ger" class="mw-redirect" title="Würdenträger">Würdenträger</a> gebraucht:
</p>
<ul><li>für den <a href="Patriarchat_von_Moskau_und_der_ganzen_Rus" title="Patriarchat von Moskau und der ganzen Rus">Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus</a>, Oberhaupt der <a href="Russisch-Orthodoxe_Kirche" title="Russisch-Orthodoxe Kirche">Russisch-Orthodoxen Kirche</a>,</li>
<li>für den <a href="Liste_der_Serbisch-Orthodoxen_Patriarchen" title="Liste der Serbisch-Orthodoxen Patriarchen">serbisch-orthodoxen Patriarchen</a>, Oberhaupt der <a href="Serbisch-Orthodoxe_Kirche" title="Serbisch-Orthodoxe Kirche">Serbisch-Orthodoxen Kirche</a>,</li>
<li>für den Patriarchen der <a href="Bulgarisch-Orthodoxe_Kirche" title="Bulgarisch-Orthodoxe Kirche">Bulgarisch-Orthodoxen Kirche</a>,</li>
<li>für den höchsten Patriarchen und Katholikos aller Armenier und den <a href="Katholikos" title="Katholikos">Katholikos</a> des Heiligen Stuhls des Großen Hauses von Kilikien (beide <a href="Armenische_Apostolische_Kirche" title="Armenische Apostolische Kirche">Armenische Kirche</a>),</li>
<li>für den Papst der <a href="Koptische_Kirche" class="mw-redirect" title="Koptische Kirche">Koptischen Kirche</a>,</li>
<li>für den Fürstpatriarch von Antiochien und dem ganzen Osten (<a href="Syrisch-Orthodoxe_Kirche_von_Antiochien" title="Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien">Universale Syrisch-Orthodoxe Kirche</a>) und der Katholikos-Patriarch der Kirche des Ostens (<a href="Assyrische_Kirche_des_Ostens" title="Assyrische Kirche des Ostens">Heilige Apostolische und Katholische Assyrische Kirche des Ostens</a>).</li></ul>
<p>Das Oberhaupt der <a href="Georgische_Orthodoxe_Apostelkirche" class="mw-redirect" title="Georgische Orthodoxe Apostelkirche">Georgisch-Orthodoxen Kirche</a>, der <a href="Liste_der_Patriarchen_der_Georgischen_Orthodoxen_Apostelkirche" title="Liste der Patriarchen der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche">Erzbischof von Mzcheta-Tiflis und Katholikos-Patriarch von ganz Georgien</a>, wird mit „Euer Heiligkeit und Seligkeit“ angesprochen. Die Anrede „Euer Seligkeit“ erfahren der Papst, der <a href="Patriarch_von_Alexandrien" title="Patriarch von Alexandrien">Patriarch von Alexandrien</a> und ganz Afrika, die <a href="Patriarchat_von_Antiochien" class="mw-redirect" title="Patriarchat von Antiochien">Patriarchen von Antiochien</a>, der <a href="Liste_der_Erzbisch%C3%B6fe_von_Athen" title="Liste der Erzbischöfe von Athen">Erzbischof von Athen und ganz Griechenland</a> (<a href="Kirche_von_Griechenland" title="Kirche von Griechenland">Griechisch-Orthodoxe Kirche</a>) und die <a href="Liste_der_Patriarchen_von_Jerusalem_der_Armenischen_Apostolischen_Kirche" title="Liste der Patriarchen von Jerusalem der Armenischen Apostolischen Kirche">Armenischen Patriarchen von Jerusalem und Konstantinopel</a> (<a href="Armenische_Apostolische_Kirche" title="Armenische Apostolische Kirche">Armenische Apostolische Kirche</a>).
</p><p>In den orthodoxen Kirchen und den christlichen Kirchen mit byzantinischem Ritus wird der Bischof oftmals mit <a href="Vladika" title="Vladika">Vladika</a> („Gebieter“) angesprochen, das im slawischen Kulturkreis auch als Anrede für Adlige gebraucht wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außerhalb_des_Christentums_und_Judentums"><span id="Au.C3.9Ferhalb_des_Christentums_und_Judentums"></span>Außerhalb des Christentums und Judentums</h3></div>
<p>Der <a href="Dalai_Lama" title="Dalai Lama">Dalai Lama</a> wird mit „Eure Heiligkeit“ angesprochen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Adel">Adel</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Adelspr%C3%A4dikat" title="Adelsprädikat">Adelsprädikat</a> und <a href="Genealogisches_Handbuch_des_Adels" title="Genealogisches Handbuch des Adels">Genealogisches Handbuch des Adels</a></i></div>
<p>Die Verwendung von <a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstiteln</a> richtet sich nach den nationalen oder protokollarischen Gepflogenheiten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="In_Deutschland">In Deutschland</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Der_Namensbestandteil_„von“"><span id="Der_Namensbestandteil_.E2.80.9Evon.E2.80.9C"></span>Der Namensbestandteil „von“</h4></div>
<p>Als Beispiel dient hier das Konstrukt <i>Friedrich von Sachsenhausen</i>.
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<td>Briefanschrift
</td>
<td>Herrn Friedrich von Sachsenhausen
</td></tr>
<tr>
<td>Brief und E-Mail
</td>
<td>Sehr geehrter Herr von Sachsenhausen
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Alphabetische_Sortierung" title="Alphabetische Sortierung">Karteiname</a> (lexikalischer Name)
</td>
<td>Sachsenhausen, von <i>(unter „S“)</i>, <i>in amtlichen Registern:</i> von Sachsenhausen <i>(unter „V“)</i>
</td></tr>
<tr>
<td>Anrede
</td>
<td>Herr von Sachsenhausen
</td></tr>
<tr>
<td>Gästeliste
</td>
<td>Herr Friedrich von Sachsenhausen
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Frühere_Adelsprädikate_als_Namensbestandteil"><span id="Fr.C3.BChere_Adelspr.C3.A4dikate_als_Namensbestandteil"></span>Frühere Adelsprädikate als Namensbestandteil</h4></div>
<p>Die Adelsvorrechte und damit auch die Adelsprädikate sind in Deutschland seit 1919 abgeschafft. Vormalige Adelsprädikate wurden (mit Ausnahme der <a href="Primogeniturtitel" class="mw-redirect" title="Primogeniturtitel">Primogeniturtitel</a>) zum <a href="Namenszusatz#Adelstitel" title="Namenszusatz">Bestandteil des Familiennamens</a>.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das ist daran erkennbar, dass der ehemalige Adelstitel nicht mehr vor, sondern nach dem Vornamen steht (<i>Friedrich Graf von Sachsenhausen</i> statt, wie früher, <i>Graf Friedrich von Sachsenhausen</i>). Eine namensrechtliche Besonderheit ist jedoch, dass diese Namensbestandteile weiterhin nach dem Geschlecht moviert, also in männlicher und weiblicher Form verwendet werden (<i>Graf/Gräfin, Freiherr/Freifrau/Freiin</i> usw.).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Anrede_bei_vormals_adligen_Namen">Anrede bei vormals adligen Namen</h4></div>
<p>Für die Fragen der Anrede bei Trägern vormals adliger Namen gibt es keine gesetzlich verbindliche Regelung, sondern lediglich einen üblichen Gebrauch, zum Teil auch Verwaltungsanweisungen.
</p><p>Übliche Praxis nach 1919 war es (und ist es im Regelfall noch heute), die Anredewirkung von Adelsprädikaten ausreichen zu lassen. Jemand konnte Herr/Frau Sachsenhausen sein oder Graf/Gräfin Sachsenhausen, aber niemals Herr/Frau Graf/Gräfin Sachsenhausen. Der Graf ersetzt die Anrede Herr, die Gräfin die Anrede Frau. Dieser Gebrauch ist bis heute üblich und entspricht für die Betroffenen der gewohnten Namensverwendung. Diese Verwendung wird historisch begründet: So wurden Adelige traditionell nur von Personen, die ihnen direkt untergeordnet waren (etwa Bedienstete), als „Herr Graf“ usw. angesprochen, womit zusätzlich zur Adelswürde noch ein <i>unmittelbares Herrschaftsverhältnis</i> zum Ausdruck kam. Aus diesem Grund gilt die Anrede „Herr/Frau + Adelstitel“ heute im gesellschaftlichen Bereich als zu unterwürfig und ist daher nur in ausgesprochenen Dienstleistungsberufen (z.&nbsp;B. in der Gastronomie) üblich.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es gibt – abweichend vom vorher Gesagten – aber die Auffassung, dass die Anrede etwas grundsätzlich anderes als ein Namensbestandteil sei und dass daher hier eine weitere Anpassung an das allgemeine Namensrecht zu erfolgen habe. Nach dieser Auffassung ist die Anrede „Herr“ oder „Frau“ auch bei Verwendung von Adelsprädikaten nicht überflüssig. Dann hieße es „Herr Graf Sachsenhausen“ bzw. auch „Frau Gräfin Sachsenhausen“. Da „Freiherr/Freifrau von Sachsenhausen“ der Familienname ist, würde die Anrede „Herr Freiherr von Sachsenhausen“ und „Frau Freifrau von Sachsenhausen“ zwar dem Prinzip der Behandlung als Namensbestandteil entsprechen, aber eine sprachlich verunglückte Dopplung zur Folge haben. Wo auf die Anrede „Herr“ nicht verzichtet werden soll, bietet es sich daher eher an, das Prädikat „Freiherr/Freifrau“ komplett weg zu lassen. Üblich ist daher neben „Freiherr von Sachsenhausen“ auch „Herr von Sachsenhausen“. Zu beachten ist, dass die Adelsprädikate „Freiherr/Freifrau“ historisch in Deutschland nie gesprochen wurden und daher auch heute nicht gesprochen werden. In der gesprochenen Sprache bleibt es daher bei der Anrede „Herr von Sachsenhausen“ bzw. „Frau von Sachsenhausen“ (landschaftlich üblich teilweise auch „Baron Sachsenhausen“ oder „Baronin Sachsenhausen“), auch wenn dies eine weitere Abweichung vom allgemeinen Namensrecht darstellt. Das Adelsprädikat „Edler“ oder „Ritter“, das teilweise mit der Verleihung bestimmter Orden verbunden war, wird grundsätzlich in der Anrede weggelassen.
</p><p>Teilweise sind auch noch Sonderformen für unverheiratete Töchter in Gebrauch.
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>männlich
</th>
<th>weiblich
</th>
<th>weiblich (unverheiratet)
</th></tr>
<tr>
<td><a href="F%C3%BCrst" title="Fürst">Fürst</a>
</td>
<td>Fürstin
</td>
<td>Prinzessin (üblich)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Herzog" title="Herzog">Herzog</a>
</td>
<td>Herzogin
</td>
<td>Prinzessin (unüblich)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Graf" title="Graf">Graf</a>
</td>
<td>Gräfin
</td>
<td>Comtesse (unüblich)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Freiherr" title="Freiherr">Freiherr</a>
</td>
<td>Freifrau
</td>
<td>Freiin (z. T. noch üblich)
</td></tr></tbody></table>
<p>Freiherr, Freifrau und Freiin sind Titel, aber nicht Anrede. Die Anrede für einen „Freiherr von Beispielsort“ lautet „Baron Beispielsort“.
</p><p>Die Formen „Freiin“ und „Comtesse“ für unverheiratete Töchter, die der bürgerlichen abgeschafften Form „Fräulein“ entsprechen, verschwinden allmählich. Gleiches gilt für Prinzessinnen, sofern es sich hierbei nicht um die Tochter eines Prinzen bzw. einer Prinzessin, sondern um die Tochter eines Fürsten oder Herzogs handelt.
</p><p>Wenn Menschen adliger Herkunft unter sich sind, werden in der mündlichen Kommunikation das „von“ grundsätzlich und andere Adelsprädikate auf gleicher Ebene oder nach unten ebenfalls weggelassen. Ein Graf, beispielsweise „Graf Lambsdorff“, wird sich einem anderen Adeligen als „Otto Lambsdorff“ vorstellen. Dabei gilt einzig die Rangfolge der Adelsprädikate, nicht die Rangfolge aufgrund von Status in der Gesellschaft oder Alter. Fürsten und Herzöge werden allgemein als gleichrangig eingestuft, wobei die Frage nach dem Haus eine Rolle spielt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beispiel">Beispiel</h4></div>
<p>Auch hier wird als Beispielsname <i>Friedrich Freiherr von Sachsenhausen</i> oder <i>Friederike Freifrau von Sachsenhausen</i> zur Verdeutlichung genutzt.
</p>
<table class="wikitable">


<tbody><tr>
<td>Briefanschrift
</td>
<td>Friedrich Freiherr von Sachsenhausen<br>
<p>Friederike Freifrau von Sachsenhausen <i>(verheiratet)</i><br>
Friederike Freiin von Sachsenhausen <i>(unverheiratet)</i>
</p>
</td></tr>

<tr>
<td>Briefanrede
</td>
<td>Sehr geehrter Baron Sachsenhausen<br>
<p>Sehr geehrte Baronin Sachsenhausen<br>
Sehr geehrte Baronesse Sachsenhausen
</p>
</td></tr>

<tr>
<td><a href="Alphabetische_Sortierung" title="Alphabetische Sortierung">Karteiname</a>
</td>
<td>Sachsenhausen, Friedrich Freiherr von <i>oder</i> Freiherr von Sachsenhausen, Friedrich <i>(zwingend in amtlichen Registern)</i><br>
<p>Sachsenhausen, Friederike Freifrau von <i>oder</i> Freifrau von Sachsenhausen, Friederike <i>(zwingend in amtlichen Registern)</i>
</p>
</td></tr>
<tr>
<td>Anrede
</td>
<td>Baron Sachsenhausen<br>
<p>Baronin Sachsenhausen<br>
Baronesse Sachsenhausen
</p>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Historische_Anreden">Historische Anreden</h4></div>
<p>Solche Ehrenbezeichnungen waren für:
</p>
<ul><li>Fürsten und Herzöge aus ehemals regierenden Häusern: Königliche <a href="Hoheit_(Anrede)" title="Hoheit (Anrede)">Hoheit</a> (abgekürzt mit SKH oder IKH für Seine/Ihre Königliche Hoheit)</li>
<li>alle übrigen Fürsten und Herzöge: <a href="Durchlaucht" title="Durchlaucht">Durchlaucht</a> (abgekürzt mit SD oder ID für Seine/Ihre Durchlaucht)</li>
<li>Grafen: <a href="Erlaucht" title="Erlaucht">Erlaucht</a> (nur für Angehörige bestimmter Grafenhäuser, alle anderen: <a href="Hochgeboren" class="mw-redirect" title="Hochgeboren">Hochgeboren</a>)</li>
<li>Barone und Freiherren: <a href="Hochwohlgeboren" title="Hochwohlgeboren">Hochwohlgeboren</a></li></ul>
<p>In Briefanschriften werden heute manchmal noch aus Gründen der Traditionspflege Kürzel wie „I.H.“ (Ihre Hochwohlgeboren) oder „S.H.“ (Seine Hochwohlgeboren) verwendet. Ebenso kommt es vor, dass historische Anreden bei öffentlichen Anlässen wie zum Beispiel Ausstellungseröffnungen auch von Repräsentanten staatlicher Stellen verwendet werden. So wurde am 25. November 2008 dem Chef des Hauses Wittelsbach die Würde eines Ehrendoktors der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Präsident der Universität begrüßten <a href="Franz_von_Bayern" title="Franz von Bayern">Franz Herzog von Bayern</a> zu diesem Anlass in ihrer Ansprache jeweils mit der Anrede „Königliche Hoheit“.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es handelt sich in solchen Fällen um eine reine Höflichkeitsform ohne rechtliche Relevanz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Adelstitel_und_Anreden"><span id="Ausl.C3.A4ndische_Adelstitel"></span><span id="Ausländische_Adelstitel"></span>Adelstitel und Anreden</h3></div>
<p>Die dargestellten Bezeichnungen sind allgemein übliche Formen, Abweichungen werden jeweils vom Staats- oder Hausprotokoll geregelt. Nach deutschem Protokoll steht deutschen Adeligen kein Adelsprädikat mehr in Anrede und Schriftverkehr zu. Dies ergibt sich aus der Abschaffung der Adelsprivilegien in Deutschland und dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Für ausländische Adelige gilt diese Regelung nicht, ihnen steht nach deutschem Protokoll das Adelsprädikat zu.<sup id="cite_ref-protokoll_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-protokoll-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-protokoll2_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-protokoll2-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Offiziellen Charakter und protokollarische Bedeutung haben damit diese Titel, Rangbezeichnungen und Anreden nur in Ländern, in denen der Adel und seine Vorrechte nicht abgeschafft sind. In Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt der freiwilligen Verwendung dieser Titel und Anreden höchstens Höflichkeitscharakter zu.
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Titel, Rangbezeichnung</th>
<th>persönliche Anrede
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Kaiser" title="Kaiser">Kaiser</a></td>
<td><a href="Majest%C3%A4t" title="Majestät">Majestät</a> (nur bei tatsächlich regierenden, sonst Kaiserliche Hoheit)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="K%C3%B6nig" title="König">König</a></td>
<td>Majestät (nur bei tatsächlich regierenden, sonst Königliche Hoheit)
</td></tr>
<tr>
<td>Prinz (aus kaiserlichem Haus)</td>
<td>Kaiserliche <a href="Hoheit_(Anrede)" title="Hoheit (Anrede)">Hoheit</a> (dritte Person)
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Erzherzog" title="Erzherzog">Erzherzog</a> (Österreich)</td>
<td>Kaiserliche und königliche Hoheit
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Gro%C3%9Ff%C3%BCrst" title="Großfürst">Großfürst</a> (Russland)</td>
<td>Kaiserliche Hoheit
</td></tr>
<tr>
<td>Prinz (aus regierendem königlichen Haus)</td>
<td>Königliche Hoheit (dritte Person)
</td></tr>
<tr>
<td>Großherzog (aus regierendem Haus)</td>
<td>Königliche Hoheit
</td></tr>
<tr>
<td>Herzog</td>
<td>Hoheit (nur bei regierenden Häusern, sonst Durchlaucht)
</td></tr>
<tr>
<td>Fürst (regierend)</td>
<td><a href="Durchlaucht" title="Durchlaucht">Durchlaucht</a><br>Fürst …
</td></tr>
<tr>
<td>Prinz (aus fürstlichem Haus)</td>
<td>Durchlaucht<br>Prinz …
</td></tr>
<tr>
<td>Graf</td>
<td>Graf …<br>Seine <a href="Erlaucht" title="Erlaucht">Erlaucht</a> (aus ehemals regierendem Haus)
</td></tr>
<tr>
<td>Baron</td>
<td>Freiherr …
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="H%C3%B6flichkeitsform" title="Höflichkeitsform">Höflichkeitsform</a></li>
<li><a href="Gru%C3%9F" title="Gruß">Gruß</a></li>
<li><a href="Postanschrift" title="Postanschrift">Postanschrift</a></li>
<li><a href="Gru%C3%9Fformel_(Korrespondenz)" title="Grußformel (Korrespondenz)">Grußformel (Korrespondenz)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Werner Besch: <cite style="font-style:italic">Duzen, Siezen, Titulieren: zur Anrede im Deutschen heute und gestern</cite>. Vandenhoeck &amp; Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-34009-5 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00048254_00003.html?sort=sortTitle+asc&amp;classRVK=GB+3010+-+GB+3062&amp;context=&amp;pos=008%3A004&amp;mode=classRVK">digitale-sammlungen.de</a> – im Projekt „Digi20“).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Anrede&amp;rft.au=Werner+Besch&amp;rft.btitle=Duzen%2C+Siezen%2C+Titulieren%3A+zur+Anrede+im+Deutschen+heute+und+gestern&amp;rft.date=1996&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3525340095&amp;rft.place=G%C3%B6ttingen&amp;rft.pub=Vandenhoeck+%26+Ruprecht" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Otto Krabs: <i>Von Erlaucht bis Spektabilis. Kleines Lexikon der Titel und Anreden</i>. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-61124-7.</li>
<li><a href="Albert_Hauser" title="Albert Hauser">Albert Hauser</a>: <i>Grüezi und Adieu. Gruss- und Umgangsformen vom 17.&nbsp;Jahrhundert bis zur Gegenwart.</i> Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1998, ISBN 3-85823-687-X.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Anrede" class="extiw external" title="wikt:Anrede">Wiktionary: Anrede</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4002158-0">Literatur von und über Anrede</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.protokoll-inland.de/SharedDocs/downloads/Webs/PI/DE/Allgemeines/Anschriften.html">Amtlicher Ratgeber des Bundesinnenministeriums für Anschriften und Anreden</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stil.de/anreden-und-anschriften.html">Übersicht zahlreicher Anreden</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Paul_McCartney" title="Paul McCartney">Paul McCartney</a>: <i>The Lyrics: 1956 to Present.</i> W. W. Norton &amp; Company, New York 2021; deutsch: <i>Lyrics. 1956 bis heute.</i> Hrsg. mit einer Einleitung von <a href="Paul_Muldoon" title="Paul Muldoon">Paul Muldoon</a>. Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösche. C. H. Beck, München 2021, ISBN 978-3-406-77650-2, S. 577 (zu <i><a href="Paperback_Writer" title="Paperback Writer">Paperback Writer</a></i>).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20150324035533/http://www.protokoll-inland.de/PI/DE/AnschriftenAnreden/Akademische-Grade/akademische-grade_node.html">Protokoll Inland der Bundesregierung zu akademischen Graden und Amtsbezeichnungen</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 24. März 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Deutsche Welle (www.dw.com): <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dw.com/de/was-macht-angela-merkel-in-zukunft/a-58886526"><i>Was macht Angela Merkel in Zukunft?</i></a> In: <i>dw.com.</i> 7.&nbsp;Dezember 2021,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 11.&nbsp;September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=Was+macht+Angela+Merkel+in+Zukunft%3F&amp;rft.description=Was+macht+Angela+Merkel+in+Zukunft%3F&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.dw.com%2Fde%2Fwas-macht-angela-merkel-in-zukunft%2Fa-58886526&amp;rft.creator=Deutsche+Welle+%28www.dw.com%29&amp;rft.date=2021-12-07">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.protokoll-inland.de/Webs/PI/DE/anschriften-anreden/anschriften-und-anreden-node.html">Ratgeber für Anschriften und Anreden</a>. Protokoll Inland der Bundesregierung. Abgerufen am 26. Juli 2020.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/848101/bgh-doktortitel-muss-nicht-personenstandsregister.html">Kein Anspruch auf Eintrag</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Meyers Enzyklopädisches Lexikon</i>, Bd. 7, 1973, S. 44, s. v. <i>Doktor – Recht</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.studis-online.de/Studieren/Richtig_schreiben/anrede_und_gruss.php">http://www.studis-online.de/Studieren/Richtig_schreiben/anrede_und_gruss.php</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190409054756/http://www.knigge.de/themen/kommunikation/briefe-11616.htm"><i>knigge.de – Briefe.</i></a> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.knigge.de%2Fthemen%2Fkommunikation%2Fbriefe-11616.htm">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">9.&nbsp;April 2019</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 5.&nbsp;April 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=knigge.de+%E2%80%93+Briefe&amp;rft.description=knigge.de+%E2%80%93+Briefe&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20190409054756%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.knigge.de%2Fthemen%2Fkommunikation%2Fbriefe-11616.htm&amp;rft.source=http://www.knigge.de/themen/kommunikation/briefe-11616.htm">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.studis-online.de/Studieren/Richtig_schreiben/anrede_und_gruss.php"><i>Anrede und Gruß in Briefen und E-Mails richtig schreiben.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 5.&nbsp;April 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=Anrede+und+Gru%C3%9F+in+Briefen+und+E-Mails+richtig+schreiben&amp;rft.description=Anrede+und+Gru%C3%9F+in+Briefen+und+E-Mails+richtig+schreiben&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.studis-online.de%2FStudieren%2FRichtig_schreiben%2Fanrede_und_gruss.php&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.protokoll-inland.de/SharedDocs/downloads/Webs/PI/DE/Allgemeines/Anschriften.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1"><i>Ratgeber für Anschriften und Anreden.</i></a> (PDF) In: <i>Protokoll Inland.</i> <a href="Bundesministerium_des_Innern" title="Bundesministerium des Innern">Bundesministerium des Innern</a> (Deutschland), Dezember 2016,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 11.&nbsp;Juni 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=Ratgeber+f%C3%BCr+Anschriften+und+Anreden&amp;rft.description=Ratgeber+f%C3%BCr+Anschriften+und+Anreden&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.protokoll-inland.de%2FSharedDocs%2Fdownloads%2FWebs%2FPI%2FDE%2FAllgemeines%2FAnschriften.pdf%3F__blob%3DpublicationFile%26v%3D1&amp;rft.publisher=%5B%5BBundesministerium+des+Innern%5D%5D+%28Deutschland%29&amp;rft.date=2016-12">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zaar.uni-muenchen.de/studium/studenteninfo/student_prof/kommunikation/index.html"><i>Kommunikation mit Professoren – ZAAR – Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht – LMU München.</i></a> In: <i>www.zaar.uni-muenchen.de.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 9.&nbsp;April 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=Kommunikation+mit+Professoren+%E2%80%93+ZAAR+%E2%80%93+Zentrum+f%C3%BCr+Arbeitsbeziehungen+und+Arbeitsrecht+%E2%80%93+LMU+M%C3%BCnchen&amp;rft.description=Kommunikation+mit+Professoren+%E2%80%93+ZAAR+%E2%80%93+Zentrum+f%C3%BCr+Arbeitsbeziehungen+und+Arbeitsrecht+%E2%80%93+LMU+M%C3%BCnchen&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.zaar.uni-muenchen.de%2Fstudium%2Fstudenteninfo%2Fstudent_prof%2Fkommunikation%2Findex.html&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Zentrale_Dienstvorschrift" title="Zentrale Dienstvorschrift">Zentrale Dienstvorschrift</a> (ZDv) 10/4 Die Anrede</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/1971/15/soldaten-buerger-und-herren">DIE Zeit zu Hintergründen</a></span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Taschenbuch für Wehrausbildung, F 02: Die Anrede, 1980, Wallhalla u. Praetoria Verlag</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">[Autor?]: <i>Grüezi wohl, (Herr) Hauptmann!,</i> in: Der Brückenbauer vom 7.&nbsp;August 1970; [Autor?]: <i>Einführung in Geschichte und Entwicklung der militärischen Formen von Gruß und Anrede (Auszug aus ZDv&nbsp;10/8, Kapitel&nbsp;6, Anlage&nbsp;1),</i> in: Information für die Truppe 1987, Nr.&nbsp;4, S.&nbsp;44–46 (Die ZDv 10/8 ist der Vorgänger der <i>Zentralrichtlinie A2-2630/0-0-3 „Militärische Formen und Feiern der Bundeswehr“</i>.); Jean Pierre Peternier: <i>Heinrich Oswald – Philanthrop und Reformer (1917–2008),</i> in: Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift 174 (2008), Heft&nbsp;4, S.&nbsp;8–9. Vergleiche sodann Schweizerische Armee: <i>Grundschulung für alle Truppengattungen, Gültig ab 1. Mai 1963,</i> wo im Kapitel über Gruß und Melden (S.&nbsp;21–30) von „Herr Major“, in deren <i>Nachtrag Nr. 1, gültig ab 1. Januar 1971</i> hingegen von „Leutnant“ und „Major“ die Rede ist.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2023/12/07/231207d.html"><i>Letter of the Holy Father to His Beatitude Mar George Cardinal Alencherry.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 29.&nbsp;Oktober 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAnrede&amp;rft.title=Letter+of+the+Holy+Father+to+His+Beatitude+Mar+George+Cardinal+Alencherry&amp;rft.description=Letter+of+the+Holy+Father+to+His+Beatitude+Mar+George+Cardinal+Alencherry&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fpress.vatican.va%2Fcontent%2Fsalastampa%2Fen%2Fbollettino%2Fpubblico%2F2023%2F12%2F07%2F231207d.html">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">In der katholischen Schweiz etwa um 1965, vgl. <i><a href="Schweizerisches_Idiotikon" title="Schweizerisches Idiotikon">Schweizerisches Idiotikon</a></i> Band XVⅠ Spalte 1355, Artikel <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.idiotikon.ch/p/lem/252648"><i>Hōch-Wirdi</i></a>, und Spalte 1359, Artikel <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.idiotikon.ch/p/lem/252663"><i>hōch-wirdig</i></a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Schweizerisches_Idiotikon" title="Schweizerisches Idiotikon">Schweizerisches Idiotikon</a>.</i> Band XVⅠ, Spalte 1355, Artikel <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.idiotikon.ch/p/loc/16/1355"><i>Ēr-Wirdi</i> und <i>Hōch-Wirdi</i></a>.</span>
</li>
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